Crush-Pictures
Sogenannte crush-pictures sind Bilder, auf denen Frauen mit ihren hochhackigen Schuhen Tiere zu Tode quälen.
Diese Bilder kursieren immer wieder im Internet.
Zu den auf dieser Seite unten gezeigten Bildern, schrieb Christa Filipowicz von Animals Asia Foundation e.V. folgendes:
"Diese Bilder sind widerlich und grausam, dazu fällt einem nichts mehr
ein, was auch nur im Entferntesten druckreif wäre...
Ich kenne diese Bilder und auch diese Geschichte, neu ist
(möglicherweise) diese Website. Meine Kollegen in Hongkong haben mir
bestätigt, dass dies eine japanische Webseite ist. Die Bilder bzw.
das, worum es eigentlich geht, ist in China geschehen.
Vor ein paar Monaten begannen diese Fotos im Internet zu kursieren. Es
gab einen öffentlichen Protest, harte Strafen wurden gefordert und der
Vorfall war ein großes Thema in den Medien. Nachforschungen begannen
und nach einiger Zeit bekannte sich ein Grafiker in China dazu, diese
Bilder fürs Internet aufbreitet zu haben. Er erklärte, durchaus
glaubwürdig, von einer ihm unbekannten Person den Auftrag dazu
erhalten und auch ausgeführt zu haben, aber nicht bei den
Misshandlungen dabei gewesen zu sein oder das Ganze sogar veranlasst
zu haben. Er distanzierte sich öffentlich davon, "bereute" sein
Verhalten und gelobte, so etwas zukünftig nicht mehr zu tun.
Auch das offenbar auf glaubwürdige Weise.
Nach noch etwas längerer Zeit machte man auch die Frau ausfindig, die
sich allerdings wenig schuldbewusst oder reuig zeigte. Aufgrund des
öffentlichen Drucks, der eine Forderung nach harten und offiziellen
Strafen bei Grausamkeiten gegen Tiere forderte, kam es wohl dazu, dass
sie ihren Arbeitsplatz verloren hat und auch sonst starken
Anfeindungen ausgesetzt war.
In der Zeit danach sind diese Bilder immer wieder auf
unterschiedlichsten Webseiten aufgetaucht und entsprechend gibt es
immer wieder Wellen von Protesten tierliebender und -respektierender
Menschen.
Ich kann nur weitergeben, was meine Kollegen in China dazu geäußert
haben, dass dieser Vorfall ein öffentliches Thema war und entsprechend
breit und heftig diskutiert wurde, bzw öffentlich gefordert wurde,
Tiere vor solchen Grausamkeiten per Gesetz zu schützen und
Zuwiderhandlungen hart zu bestrafen. So gesehen hat es einen
meinungsbildenden Prozess ausgelöst - wohl das einzig Positive daran,
wenn das in diesem Zusammenhang überhaupt sagen kann.
Sie können - meiner Meinung nach - nur in der Form dagegen
protestieren, dass Sie sich in einem Brief bei der Chinesischen
Botschaft in Berlin für die Schaffung und Etablierung eines
Tierschutzgesetzes aussprechen, damit solcher Missbrauch (u.a.)
verhindert bzw. unter harte Strafen gestellt wird.
Und/oder Tierschutzorganisationen oder - falls Ihnen bekannt - andere
Organisationen unterstützen, die sich für eben dieses Ziel in China
einsetzen - z.B. AAF.
Die asiatischen Medien, die diese Bilder zeigen, tun dies nicht, um
die Menschen zu "unterhalten", sondern dies ist eigentlich Teil des
Meinungsbildungsprozesses, von dem ich sprach. Aber natürlich wird das
für uns, aufgrund der Schriftzeichen, nicht erkennbar. Die Bilder
wurden auf dieser Seite Ende März veröffentlicht, lagen also zeitlich
weit näher an dem Vorfall, als es jetzt erscheinen mag."
Im folgenden nun ein Brief an die chinesische Botschaft in Berlin, den jeder verwenden kann, um die chinesische Regierung immer und immer wieder aufzufordern ein Tierschutzgesetz zu schaffen:
Protest-Brief an die chinesische Botschaft
Bitte um Weiterleitung und Verteilung
Chinesische Botschaft
Herr Ma Canrong
Märkisches Ufer 54
10179 Berlin
oder per mail an:
chinaemb_de@mfa.gov.cn
Ort, Datum
Sehr geehrte Damen und Herren,
in größter Not und Verzweiflung wende ich mich heute an Sie, verbunden mit der Hoffnung, dass Sie mich bei meinem Anliegen unterstützen werden.
Mit einer Traurigkeit und unbeschreiblichem Entsetzen habe ich im Internet Fotos gesehen, auf denen ein wehrloses junges Kätzchen von einer chinesischen Frau mit hochhackigen Schuhen zerquetscht wurde. Diese Bilder zeigen einen bewusst inszenierten bestialischen Tiermord in unvorstellbarer brutaler Weise - und nur bewusst darauf ausgerichtet, dieses pervers Verhalten der Chinesin möglichst effektvoll ins Bild zu setzen.
Diese crush-pictures wurden unter folgender Internet-Adresse veröffentlicht:
Ich drücke Ihnen, als Vertreter des Landes China, gegenüber meine ganze Abscheu über dieses unmenschliche und in höchstem Maße tierquälerischen Verhalten einer Ihrer Staatsbürgerinnen aus.
Es ist bislang nicht gelunge, die Weiterverbreitung dieser crush-pictures über das Internet zu unterbinden.
Aus diesem Grund fordere ich Sie auf, Ihre Möglichkeiten zu nutzen, solche Perversitäten zu unterbinden und darauf einzuwirken, diese Bilder aus dem Internet zu verbannen.
Diese Bilder verstärken intensiv das ohnehin schon schlechte Image China's im Tierschutz.
Ich achte und schätze Tiere, als das was sie sind: treue Gefährten, die reinen Herzens sind und frei von Schuld. Tiere nehmen nicht teil am weltpolitischen Geschehen, sie führen keine Kriege und ohne Not tun sie weder Mensch noch Tier was zuleide. Sie sind dem Menschen treu ergeben, selbst wenn er sie schlecht behandelt. Sie können sich nicht wehren und nehmen ihr Leid klaglos hin, doch aus ihren Augen spricht unendlich grosser Schmerz !
Tiere brauchen unseren Schutz, der Mensch hat die moralische Verpflichtung für das Wohl der Tiere zu sorgen.
Mein Anliegen ist es, dass die Menschen ihre Augen öffnen für die Einzigartigkeit unserer Mitgeschöpfe. Ich wünsche mir, dass es überall auf der Welt Gesetze gibt, die die Würde und das Leben der Tiere schützen.
Ich bitte Sie ganz dringend, dass auch in China Gesetze verabschiedet werden, die harte Strafen für Personen vorsehen, die Tiere misshandeln und / oder töten.
Mit freundlichen Grüssen
