Mein Sonnenschein CHARLY
...09.Mai 1995 geboren ....
...17.Mai 2005 (21.45 Uhr) verstorben...
Dein Stern leuchtet hier ---->>> 
Mein kleiner Charly, mein allerliebstes Katertier,ich wünschte du wärst noch immer bei mir. Ich wache ohne dich auf, die Sonne scheint, ich bin verschlafen, hab so viel geweint.Es fehlt mir fast die Kraft aufzustehn und auch nur einen Schritt ohne dich zu gehn.
Du hast mich verlassen, WARUM frag ich mich,wieso lässt du mich allein, du weißt ich brauche dich.Das Feuer deiner Augen, die Flamme ist tot, schwarz ist die Liebe, sie war mal so rot.
Du warst mein Universum, mein Raum, meine Zeit,warst doch immer so nah, jetzt bist du so weit.Ich träume von dir in jeder Nacht, vergebens die Träume, verloren die Schlacht.
Wenn du wüsstest wie ich mich fühle dabei,ich bin in dir gefangen und du, du bist frei.
Die Sonne mag scheinen so stark sie kann, in meiner dunklen Seele kommt das Licht nicht mehr an.
Es ist zu spät, sinnlos mein hoffen, ich geb mich auf,bin so erschlagen, getroffen.
Für mich bist du tot doch ich halt mich bereit,ich weiß deine Liebe überlebt Tod und Zeit.
Oh Charly , mein allerliebstes Katertier, ich wünscht mir so sehr du kämst zurück zu mir.
(Autor mir unbekannt)
Mein Sonnenschein, mein Herzchen, mein Hasikin, mein CHARLY - 10 Jahre - nur 10 Jahre durften wir beisammen sein. Mein Leben ist so anders ohne dich - es ist nichts mehr so wie es mal war...
Du warst und bist die einzig wahre Liebe für mich, nie hast du mich enttäuscht, immer warst du für mich da. Ich musste nicht mit dir reden, du hast gespürt, wie es mir geht, wie ich mich fühle - seelenverwandt - das sind wir ganz bestimmt...
Es gibt keine Worte, die nur annähernd den Verlust beschreiben können, den ich mit deinem Tod - mein kleiner Prinz - erfahren habe...
Aber versuchen, muss ich es trotzdem, denn die Welt dreht sich weiter...obwohl sie in meinem Leben nun seit 4 Wochen still steht...
... CHARLY war ein Europäischer Kurzhaarkater ... einfach nur wunderschön ...ein Meister in allen Lebenslagen - nur seinen eigenen Schmerz, den hat er mir nie verraten - ich habe ihn nur gefühlt...der stärkste Kater auf Mutter Erde...
CHARLY wurde am 09.Mai 1995 auf einem Bauernhof geboren und er hatte noch zwei Geschwisterchen...als ich ihn das erste Mal in seinm Leben traf, war er 6 Wochen alt und schon im Tierheim. Nie werde ich vergessen, wie CHARLY allein und mit einem grossen Katzenschnupfen in so einer kalten Gitterbox sass und nichts und niemand interessierte ihn. Der damalige Pfleger sagte nur, dass der Kleine der letzte von den drei Geschwistern und sehr traurig sei. CHARLY - zu diesem Zeitpunkt damals noch namenlos - ich habe ihn gesehen und ich wusste,wir gehören zusammen.
Schon immer war ich ein vorsichtiger Mensch, ich bin es heute noch, auch in diesem Moment frassen mich die Zweifel fast auf...kann ich ihm ein Leben geben, welches er verdient? Damals war ich grade 19, in einer mittleren Lebenskrise (Schule geschmissen, Ausbildung in weiter Ferne, leben "auf Reisen", familiäre Krisen, unverstanden und allein) - so sah ich das damals, so empfand ich es.
Ich habe mich für CHARLY entschieden und schon auf dem Weg nach Hause wusste ich, dass es so sein sollte...seelenverwandt...
Seinen Namen bekam er auch auf dem Nachhause-Weg, nicht unbedingt einfallsreich - aber ein Leben lang war er ein CHARLY - mein Prinz, mein Dicker, mein Herzchen, mein Süsser, mein HASIKIN - einfach CHARLY. Nie wieder wird der Name CHARLY eine so grosse Bedeutung in meinem Leben "spielen"...nie wieder...spielen tut er nur noch im Regenbogenland...der Charly...
Zuhause angekommen sass dieser Winzling dann auf EINER meiner Hände und mauzte so herzerweichend, was hatte er nur???...
...Angst, natürlich, was sonst...Angst vor dem, was kommen mag...Mein Hasikin, du wusstest im Laufe deines Lebens, dass du nie Angst haben musstest, wenn ICH in deiner Nähe war...Vertrauen, ja - das fasstest du so schnell zu mir und das wurde auch nie getrübt bis zu deinem letzten Tag hier bei mir....du wusstest, nie würde ich zulassen, dass dir etwas Böses widerfährt...vor deiner Todes-Krankheit konnte ich dich leider nicht schützen...
Dein Schnupfen war mit - und ich habe heute noch ein flaues Gefühl im Magen, wenn ich daran zurück denke - diversen und etlichen Dampfbädern und Medikamenten schnell geheilt...Du wurdest grösser und das schönste für dich war, fressen...und nie hast du grosse Ansprüche gestellt, du hast alles gefressen...mit deinen 5 Jahren brachtest du dann schon stattliche 8 kg auf die Waage...aber nein, du warst nie fett...immer nur stattlich...
Natürlich absolvierte ich eine Ausbildung, natürlich bekam ich meine familiären Krisen auf die Reihe, natürlich wurde ich heimisch, natürlich war plötzlich alles lebenswert....da war ja immer jemand, der mit mir fühlte, sprach und dachte, der mich einfach liebte...das ist doch der Sinn...Liebe...und so wie er mich geliebt hat, liebte ich ihn auch - und tu es heute immer noch...unverändert...nur, wo ist heute der Sinn?
Verschiedene Phasen meines Lebens haben wir zusammen durchlebt und ERlebt...Es gab auch Momente, in denen CHARLY unter mir gelitten hat, ich konnte nicht Stunde um Stunde für ihn da sein - dabei hätte er es so gewollt...Noch heute schäme ich mich dafür...aber es gibt kein Zurück. CHARLY war so sensibel und so ein grosser Angsthase, viele Menschen in meinem Umkreis haben gesagt: wie der Herr, so sein Gescherr... Sicher, nicht anders bin ich, aber ich bin ein Mensch - ich kann für mich selbst sorgen, CHARLY konnte das nicht...
In deinem 5.Lebensjahr kam dann die erste grosse Sorge um dich, du hattest plötzlich ein Knickohr - blutunterlaufen und die Tä machte mir grosse Angst, es könne sich um ein Blutohr handeln und das wäre eine schlimme Krankheit...ich weiss heute nicht mehr, was es genau sein sollte, denn es war es nicht...stattdessen hattest du bei deinen Entdeckungsreisen und Spielchen (wie du sie liebstest: dich zu verstecken und ich bin fast wahnsinnig geworden, weil ich dich nicht gefunden habe und das in einer Wohnung !) dich mal wieder in einem Schrank versteckt, nur leider knallte die Schranktür schon zu, obwohl du noch nicht ganz raus oder rein warst...du hattest dir NUR dein Ohr eingeklemmt...nun warst du noch niedlicher...mit deinem Knickohr...
Oft habe ich darüber nachgedacht, wie es sein wird in der Zukunft, wie wir zusammen älter werden...ich dachte, wir hätten noch so viel Zeit...
Eines will und kann ich nicht vergessen: von 1995 bis 2005 kam ich nie in den Genuss einer einzigen Spargelspitze - nie. Spargel ja - ohne Ende, aber die Spitzen, die waren immer für dich, nichts hast du lieber gefressen...was soll ich nur heute mit diesen ollen Spitzen machen...
...vielleicht hätte ich damals schon darauf aufmerksam werden sollen...nie hast du getrunken- keinen einzigen Tropfen - die Tä meinte, du würdest genug Flüssigkeit über deine Nahrung aufnehmen...hmmm, vielleicht war es doch nicht so?....
Heute mache ich mir oft Vorwürfe, es gab bestimmt "Anzeichen"...nur, ich habe sie nicht gesehen....
Kurz nach deinem 9.Purzeltag - im Juni 2004 - begann dann dein langer Leidensweg. Mittlerweile warst du auf knappe 10 kg "herangewachsen" - sicherlich bist du nicht mehr jung und übermütig durch die Wohung gesprungen, aber gespielt hast du noch immer ...warst ja auch einer von diesen kleinen Katzenhunden, die so wundervoll apportieren konnten...das war mir ja schön...musste mich nicht so viel bewegen...*g*
Plötzlich hattest du wieder Schnupfen und das nach 9 Jahren - hmmm, ehrlicherweise muss ich an dieser Stelle zugeben, dass ich mir noch nicht mal in meinen schlimmsten Träumen vorstellen konnte, dass du ernsthaft krank bist...wieder Dampfbäder, Medikamente - da brachte ich dich auch noch zum Ta, obwohl du jedes Mal fast gestorben bist vor Angst....Aus dem Schnupfen wurde eine Lungenentzündung. 7 Wochen und dein Appetit nahm wieder zu und dein Näschen lief auch nicht mehr...juchhu, geschafft...bis...bis der Ta meinte, dass sich, obwohl dein Infekt nun weg war, dein Herzchen und auch deine Lunge nicht "normal" anhören würden und wir sollten doch bitte - in naher Zukunft- eine Ultraschalluntersuchung und Röntgenaufnahmen machen lassen...
Ich habe nicht lange gezögert, heute überlege ich oft, ob ich damals schon unbewusst ahnte, dass unsere letzte gemeinsamme Zeit angebrochen war...
In dieser Tierklinik war es sehr angenehm, eigentlich, aber ich empfand es nur als Qual, weil du es als Qual empfandest...lange Autofahrt und dann noch Fell wegrasieren und dann noch still liegen, ewig bestimmt 20 Minuten - dann noch Röntgen -ohne mich, durfte nicht mit und dafür hast du die Tä gleich gekratzt , obwohl du sonst keiner Fliege was zu leide getan hast...es war nur deine Angst, die dich so reagieren liess...ohne deine "Mama"...
Als wir beide dann ins Sprechzimmer kommen sollten, um die Ergebnisse zu erfahren, liefen mir schon unaufhörlich die Tränen - schon zu diesem Zeitpunkt, war ich so schrecklich enttäuscht, dass ich dich vor dieser ganzen Tortur nicht bewahren konnte...doch es sollte noch viel schlimmer kommen...
...dein Herzchen hatte zu diesem Zeitpunkt schon eine irreparable Herzkrankheit, deine Lunge "funktionierte" auch nur noch zu 80 % und du hattest einen Thrombus in einer Herzkammer. So hört es sich an für den Laien, alles andere konnte ich dann nicht mehr hören, obwohl die Tä bestimmt 20 Minuten mit uns sprach...Sie entliess uns nach Hause mit täglich 5 verschiedenen Tabletten und der Option in 6 Wochen wieder zu kommen, um zu schauen, ob sich der Thrombus vielleicht reduziert oder gar verschwindet....
Nie wieder bist du - mein Hasikin- in diese Klinik gefahren ...als wir dann Zuhause waren (wobei du mir vor der Klinik noch aus deinem Körbchen entflüchtet bist und ich dich schon sah, überfahren von der Bahn, die dort ständig vorbei donnerte), hast du so erbärmlich nach Luft geschnappt, ich hatte nur noch Angst...nerv nerv nerv..am liebsten wäre die Tierklinik gar nicht mehr ans Telefon gegangen...so oft rief ich sie an...nun, es wurde zunehmend besser, ich lag mit dir auf dem kühlen Laminat und hechelte mit dir um die Wette - aber bei über 30 Grad ja auch ein bisschen verständlich...
Am nächsten Tag ging ich zu unserem Ta, der war im Urlaub, so dass ich auf eine (er hat mindestens 3 davon) seiner Vertretungen traf. Die erklärte mir knallhart, dass man dich mit so einem Befund auch einschläfern kann....hatten wir das nicht schon mal gehört, ähnlich klang es doch in der Tierklinik....
Ich brach zum x-ten mal in Tränen aus, liess die gute Frau aber stehen und ging nach Hause. Dort erwartestest du mich schon sehnsüchtig und nichts liess erkennen, dass du soo krank warst....Du warst so ein starker Kerl, nie hast du gejammert, du warst immer so tapfer...
Zu diesem Zeitpunkt traf ich die erste - vielleicht die wichtigste- Entscheidung in deinem älteren Leben. Nochmals suchte ich den Ta auf und endlich traf ich auch mal ihn und nicht irgendwelche Vertretungen. Er sagte, dass er solche Aussagen nie formulieren würde, wann ein Tier sterben wird, weiss nur Gott allein...Für die nächsten 4 Monate sollte es also nur noch bergauf gehen...warum habe ich nicht derzeit schon bemerkt, wie dünn du wurdest. Zur Jahreswende 2004/2005 brachtest du nur noch knappe 6 kg auf die Waage. Fast die Hälfte deines Körpergewichtes hattest du abgenommen...
Nun hatte ich einen CHARLY-Geist, denn nicht nur diese eine Tä hatte mir ja ans Herz gelegt, dich gehen zu lassen. Immer wenn ich dann zum Ta ging, um neue Medikamente zu holen, sagte ich immer, neue Pillen bitte für den Geist...
Mein Zarter, nie hast du Probleme gemacht bei der Medikamentengabe, du warst doch immer so geduldig und beherrscht...
Warum habe ich dein Abmagern so spät ernst genommen? Wusste meine Seele schon mehr, als ich? Sicherlich warst du ja auf Diät gesetzt worden, zum x-ten Mal in deinem Leben, aber dein Gewichtsverlust war so enorm - ich hätte doch viel eher reagieren sollen...
Ostern 2005 - mir fehlen die Worte - die letzten Wochen unseres gemeinsamen Lebens sollten nun beginnen...
Ostern - an meinem Geburtstag - wollt ich - wie ja fast immer - niemanden sehen, niemanden hören - ich setzte mich in mein Auto und verschwand - vielleicht war es dein Geist Charly, der mich zurück rief. Meine "Flucht" dauerte nur 10 Stunden und du warst der einzige, den ich an diesem Geburtstag sah und der mit mir zusammen 'Happy Birthday' sang. In meinem Innern ahnte ich bestimmt schon, was uns erwarten sollte...
Anfang April wurden deine 'Gebrechen' immer häufiger, entweder hattest du solch massive Verstopfungen, dass ich dachte, du würdest am liebsten vor Schmerzen schreien oder aber du erbrachst dich mindestens 3 Mal am Tag und nichts - aber auch wirklich gar nichts - wollte dir schmecken. Stundenlang surfte ich durchs www und suchte nach Rat. Deine erneuten Blut-und Urinproben liessen mich wieder tief erschüttert zurück - aber die Hoffnung - die Hoffnung, dass alles wieder gut wird - gab ich nie auf...
Die Hoffnung wollte uns aber nicht mehr helfen, sie hat uns ihre Dienste versagt - wir sollten nun allein die letzten Tage miteinander verbringen - die Hoffnung: sie liess sich nur noch selten blicken...
Nichts liess ich unversucht - meine finanziellen Verhältnisse waren schon bald in den roten Zahlen - ich bekam viel Stress mit meinem wg-partner, weil ich noch nicht mal mehr Miete bezahlen wollte, konnte...
Und du? - Du hast alles erduldet - jedes neue Medikament, jedes neue Futter alles hast du über dich ergehen lassen - ohne mit mir böse zu sein, ohne mir die Hoffnung zu nehmen, das alles wieder gut wird...
Jeder Tag im April war ein Tag, den ich nie mehr vergessen kann, zu schwer war die Last - die Last, dich leiden zu sehen...du bist nicht mehr zu Kräften gekommen - ich machte Jubel-Tänze, wenn du mal zwei Teelöffel Futter zu dir nahmst und sie nicht erbrachst. Du konntest nur noch schwer 'pieseln', immer öfter kam nur Blut. Wie gern hätte ich Stunde um Stunde deine Pfote gehalten, ich konnte nicht, ich durfte nicht, mein Job liess es nicht zu - ich bekam kein einziges Mal frei - wozu auch? "Bist doch bloss ne Katze." Zu dieser Zeit schon änderte sich schlagartig meine Sicht über Leben, Mitmenschen, Kommunikation - über zwischenmenschliche Beziehungen. Bis heute hält diese Veränderung an , alles ist anders und alles wird sich noch mehr verändern - ich habe gelernt - o ja, sehr viel gelernt - und ich bin heute so sehr davon überzeugt, wahre Liebe und Freundschaft gibt es nur von Tier zu Mensch....
Mai 2005. Die letzten zwei Wochen unseres gemeinsamen Lebens sollten nun beginnen und es war nicht mehr zählbar, deine gequälten Laute, wenn du dich übergeben musstest, dein lautes Schnurren (ich weiss, dass Katzen auch schnurren, wenn sie Schmerzen haben, um sich selbst zu beruhigen)...du wolltest nur noch selten berührt werden, ich kroch dir hinterher in jeden Winkel der Wohnung, ich wollte dir doch helfen - irgendwie...Nichts ist schlimmer- als Hilflosigkeit - ein Gefühl, dass man nicht beschreiben kann, man muss es selbst gefühlt haben...
Pfingsten 2005 - die letzten gemeinsamen Stunden - Tränen kullern über mein Gesicht - nur der Gedanke an dich lässt meinen Atem stocken, mein Herz zusammenpressen und meine Schuld immer grösser werden. Stunde um Stunde versuchte ich dir deine Qual so erträglich wie möglich zu machen - dann musste ich auch noch arbeiten - meine Mutter und mein wg-partner übernahmen die Schichten bei dir und informierte mich über jede Veränderung, aber es wurde immer schlimmer...Gleich Dienstag nach Pfingsten ging ich früh zum Ta , der mir ans Herz legte, dich nun doch unbedingt röntgen zu lassen und das so schnell wie möglich, und ich hoffte noch immer...hoffte, du hättest "nur" Harnsteine und etwas mit der Leber, und Wehwehchen mit den nieren und alles andere...aber halt bitte nichts "Schlimmes"...

Dieser Dienstag, war der 17.Mai 2005 , der Tag, an dem wir, mein Charly, nun getrennte Wege gehen sollten. Früh, als ich beim Ta war - nie - wirklich nie - hätte ich vermutet, dass du nun noch nicht mal mehr 12 Stunden leben solltest. Gleich nach Feierabend nahm ich dich mit zum Ta nicht ohne dir vorher ein Präparat zu verabreichen, dass dich beruhigen sollte. Hmmm, beruhigen? Du fielst 3 Sekunden nach der Einnahme um, und nur das Heben und Senken deines Brustkorbes und dein verschleierter Blick, liessen erkennen, dass du noch lebst.... Beim Ta - nach dem 2. Rö-Bild - war mir schon sehr bewusst, was nun geschehen würde. Ich hörte die Worte des Ta nicht, nein - ich sah nur das Rö-Bild - und es war nichts mehr zu erkennen - nur ein riesiger Krebs-Tumor und ich fragte nur, ob er am selben Abend zu uns kommen könnte...Ich weinte nicht, keine einzige Träne - ich schwebte über mir und war Zuschauer in unserm Leben...
Wir hatten noch 4 gemeinsame Stunden, in denen du nur noch zu dir kamst, es zumindestens versuchtest, wenn du dich wieder erbrechen musstest oder wenn du wieder flüchten wolltest...bitte, bitte - komm schnell, Doktor - er quält sich sooo sehr....Deine Augen flehten mich an, und ich wollte es nicht sehen, aber ich tat es: du wolltest gehen, du hattest keine Kraft mehr, dir tat alles weh...
Um 21.45 Uhr setzte der Ta, die Betäubungsspritze, dir dir eigentlich schon das Leben nahm - du warst schon so schwach, und doch so stark bis zum letzten Moment - und ich ? Ich weinte nicht, keine einzige Träne- meine Hand ruhte ständig auf dir und wie mechanisch versuchte sie, dir die Schmerzen wegzustreicheln. Sogar in deinem Todeskampf musstest du dich erbrechen - kleines Fellbündel, welches doch schon so ausgemergelt war....Es zerriss mir das Herz und ich konnte dir nicht helfen....!!!
Als der Ta weg war, und du dort so ruhig und lang ausgestreckt auf der Couch lagst, lief ich etliche Male zu dir und versuchte dich zu wecken...Tot, was ist tot, wie fühlt sich das an?...Meine Tränen wollten von nun an nicht mehr versiegen...
Bereits 3 Stunden später lagst du schon in einem Erdloch und musstest allein im Dunklen frieren...Dein Körper war noch warm, als ich dich in die Erde legte...vielleicht lebtest du noch...?...bis heute weiss ich nicht, warum ich Dich so schnell begrub...
In den kommenden Tagen und Wochen besuchte ich dich fast täglich und bis heute kann ich es nicht realisieren, dass du dort unten liegen sollst...dabei hatte ich doch eigenhändig dein Grab geschaufelt (...als wenn es um Leben und Tod gehen würde, so hab ich wie verrückt gebuddelt - teilweise nur mit den blossen Händen) und dich hinein gelegt...
Nie kann ich deine Augen vergessen, die mich so ängstlich und flehend ansahen - war es ein Flehen, dass ich dir helfen soll oder ein Flehen, weil du endlich gehen wolltest?
Heute (mehr als 4 Wochen nach deinem Tod) ist nichts mehr so wie es mal war... 
Neben dieser Brücke habe ich dich begraben...es ist kein Ort der Ruhe...verzeih es mir...es war so schwer nachts einen Platz für dich zu finden...in den Wäldern konnte ich kein Loch graben, ich war zu schwach für dieses überall vorhandene Wurzelwerk...
Jede Nacht...ich finde keinen Schlaf...in meiner Hand, das einzig gerahmte Bild von dir...Nacht für Nacht bist du bei mir und doch so weit fort...
Ach Hasikin, wie oft wünsch ich mir nichts sehnlicher als wieder mit dir zusammen zu sein...
Mein lieber Charly...meine Liebe zu dir...so unendlich...
Der letzte Gang
Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
und quälende Pein hält ständig mich wach -
was Du dann tun mußt - tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.
Daß du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
muß Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.
Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muß? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.
Begleite mich dahin, wohin ich gehen muß.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluß.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.
Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Schnurren ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.
Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es darf nicht sein, daß Dein Herz um mich weint.
(unbekannter Verfasser )
Dezember 2005
...mein Herzchen...mein Charly...du fehlst soooooo sehr!!!!....
Mein Engel weine nicht
Mein Engel weine nicht
Ich will nur sehen dein lachendes Gesicht
Mein Engel weine nicht
Auch wenn es dir jetzt dein Herz zerbricht
Mein Engel weine nicht
Du musst nun finden ein neues Glück
Gemeinsam gab es keinen Himmel für uns
Er brachte nur Tränen uns
Darum flieg nun hinauf
In eine Welt voller Licht
In der dein Herz dann endlich glücklich ist
Rita Rettweiler
Juni 2008
Nicht alle Schmerzen sind heilbar,
denn manche schleichen sich tiefer ins Herz hinein,
und während die Tage verstreichen, werden sie Stein.
Du lachst und sprichst, als wenn nichts wäre,
sie scheinen geronnen zu Schaum,
doch Du spürst ihre lastende Schwere bis in den Traum.
Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
die Welt wird ein Blumenmeer,
aber in Deinem Herzen ist eine Stelle, die blüht nicht mehr.
(Ricarda Huch)
Mein Herz, du fehlst noch immer sooo sehr ....
01.August 2009
Hallo mein Hasikin, da denkst du, ich würde nach mehr als 4 Jahren nicht mehr traurig sein, dass du nicht mehr da bist??? So ein Quatsch, heute ist es, als wäre es gestern gewesen, dass du gehen musstest...
...Du fehlst mir noch immer soooo sehr...
Für immer wirst du in meinem Herzen sein und meine Liebe zu dir ...so unendlich....

17. Mai 2010
5 Jahre ohne Dich !!!
Mein Hasikin, die Zeit vergeht, die Welt dreht sich weiter und doch bist du unvergessen...wegen Dir gibt es diese Homepage, wegen Dir bin ich, wie ich bin und tu' ich, was ich tu'...und für all das, danke ich Dir...in Liebe, Katja
Du fehlst mir so
Du fehlst mir so,
ich vermisse dich sehr.
Alles erinnert an dich,
doch du kommst nicht mehr.
Wie soll ich mein Herz nur halten,
das fast vor Trauer zerbricht?
Niemand und nichts kann mir helfen,
selbst die größte Liebe nicht.
(von Annegret Kronenberg)
Die Trauer um Dich ist weniger geworden...die Liebe zu Dir nicht...ich hoffe, dass es Dir gut geht und du mit Wohlwollen auf mich herab siehst und stolz auf mich bist ;-)
