Der Wolf - Willkommen Zuhause !

Der Wolf leidet seit den Brüdern Grimm unter dem Rotkäppchensyndrom. Er gilt als „böse“ und streift nun auch noch seit ein paar Jahren wieder durch deutsche Wälder. Dabei muss niemand Angst haben – denn erstens ist er für den Menschen nicht gefährlich und zweitens leben zurzeit nur 35 bis 40 Tiere in der sächsischen Lausitz und Brandenburg. Sie sind über Polen nach Deutschland zurückgekehrt. Seit 2000 werden in der Lausitz allerdings alljährlich auch Wölfe geboren. Seit dem Mittelalter war der Wolf einer beispiellosen Verfolgung ausgesetzt. Der letzte frei lebende Wolf wurde 1904 in der Lausitz erschossen. Da es in der Gegend lange Zeit keinen Wolf mehr gegeben hatte, vermutete man hinter dem gerissenen Wild zunächst ein ausgebrochenes Zirkustier. Das brachte diesem ersten zurückgekehrten Wolf den Spitznamen „Tiger von Sabrodt“ ein. Damit der Wolf sich dauerhaft in Deutschland ansiedeln kann, ist nach Meinung von Experten ein länderübergreifendes Wildtiermanagement notwendig. Der Naturschutzbund unterstützt die Schulung ehrenamtlicher Wolfsbetreuer und setzt sich für den Erhalt von großflächigen Schutzgebieten ein, die sich als Rückzugsräume für Wölfe eignen.

So schön könnte es sein, wenn es keine Jäger geben würde: