Zootiere - Massentierhaltung einmal anders

Gefangen in meist viel zu kleinen Käfigen, vegetieren die Tiere in Zoos vor sich hin, eingeschränkt und in Verhältnissen, die nichts mehr mit artgerechter Haltung zu tun haben. Viele leiden an Zoo-Psychose, anormalem und selbstzerstörerischem Verhalten, verstümmeln sich bis zur Unkenntlichkeit, um dann, wenn sie nicht mehr interessant sind, an kleinere Zoos oder sogar Tierlabors verkauft oder oft auch eingeschläfert zu werden...

Noch immer gehört die Haltung von Menschenaffen auf gekachelten Böden ohne Klettermöglichkeiten oder von Delphinen in mit Chlorwasser gefüllten, viel zu kleinen Betonbecken zum Alltag in zoologischen Gärten. Elefantenbullen erhalten keinen Freilauf während der Brunftzeit und werden, isoliert von der Herde, im Elefantenhaus eingesperrt.


Die natürlichen Bedürfnisse der Tiere, hinsichtlich ihrer Sozialstruktur und Ansprüche an den Lebensraum werden missachtet. Die Unterbringung in viel zu kleinen Gehegen, kahle, unstrukturierte Käfige, mangelhafte Pflege, fehlende Beschäftigung, falsche Ernährung etc. führen bei den Tieren zu Schmerzen, Leiden und Schäden. Die immer wiederkehrenden, sich leer laufenden Bewegungsabläufe sind dabei eine der auffälligsten Erscheinungen.

Tierbabys und Jungtiere sind für jeden Zoo eine Attraktion und Publikumsmagnet und füllen die Kassen durch erhöhte Eintrittsgelder. Doch was geschieht mit den Tieren, wenn sie ausgewachsen sind? Hierüber schweigen sich die Verantwortlichen gerne aus. In den meisten Fällen werden die Tiere getötet und ihre Felle oder Fleisch verkauft. Eine gängige Praxis ist auch der Verkauf an dubiose Tierhändler, Zirkusse, kleinere Zoos oder Versuchslabore.