Unsere kleine STELLA - Kaltblütig ermordet !!!
Am 21. April 2008 wurde unsere über alles geliebte kleine Stella grausam aus dem Leben gerissen. Nicht durch Krankheit oder Unfall – nein – die „Bestie Mensch“ hatte (mal wieder) zugeschlagen!

Wir leben in Cervignano del Friuli, Norditalien, in einem kleinen Häuschen und einem klitzekleinen Garten daran.
Eine Bestie hat unserer Stella Rattengift, versteckt in einem „Leckerli“, über den Zaun geworfen, an dem sie qualvoll sterben musste.
Dass es ein feiger Mordanschlag war ist sicher; wir hatten beim Einzug unseren kleinen Garten so vernetzt, dass weder unsere Miezen raus können noch andere Tiere hinein können - das Gift muss über den Zaun geworfen worden sein und hätte jede andere (wir haben mehrere Miezen) auch treffen können (sollen?)...
Ich bin so geschockt - 5 Jahre lang ging alles gut und jetzt das! Ich komme aus dem Weinen gar nicht mehr heraus und hoffe immer, es ist nur ein Albtraum und ich wache auf und alles ist wie vorher... aber leider ist dem nicht so...
Stella starb an einem Sonntag. Sie war so tapfer und hatte uns tagelang "vorgegaukelt", sie habe nur eine Magenverstimmung (trank Wasser und lief auch herum, fraß allerdings nicht - bei Vergiftungen werden Katzen normalerweise sofort apathisch und trinken nicht mehr). Wir holten am Samstag noch Magentropfen in der Apotheke (telefonischer Rat unserer italienischen Tierärztin, die wir am Handy in der Schweiz (!) erreichten) - und als die nicht halfen und es Stella Samstag Abend schlagartig schlechter ging, lernten wir das italienische "Tierhilfe-Rettungs-System" so richtig kennen: Wir bekamen von nirgendwo her Hilfe! Alle Tierärzte waren nicht erreichbar; selbst die einzige Tier-Klinik in der Nähe verwies uns auf Montag - unglaublich aber leider wahr! Aber im Nachhinein wissen wir, Stella hätte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr geholfen werden können - es war bereits zu spät....

Wenige Tage nach dem Anschlag machte ich eine Anzeige bei der Polizei (gegen Unbekannt)... Ergebnis? Man lachte mich fast aus, sagte mir, Rattengift sei in Italien für jedermann erhältlich (im Supermarkt, im Regal neben den Süßigkeiten (wie ich später feststellen konnte)!!!) und jeder könne es einsetzen wie und wann er wolle (die Anzeige wurde sicher danach aus dem Computer gelöscht, anstatt wie versprochen der Staatsanwaltschaft weiterzureichen)...
Diverse Mails (insgesamt 7) an Tierschutzorganisationen in Italien und Deutschland... Resonanz? KEINE bisher...
Mehrere Mails an die EG-Kommission - nach Lesen im Internet, dass (angeblich?) seit 2006 privater Einsatz von Rattengift in der gesamten EG verboten ist... Resonanz? SCHWEIGEN (mehrere Nachfass-Mails wurden nicht beantwortet)...
Ich weiß, dass nichts meine Stella wieder zurück bringt, aber es muss doch was zu machen sein, damit andere Tiere nicht dasselbe Schicksal erleiden !!!
Bei meiner Recherche, was ich noch tun könnte, fand ich folgende Worte:
„Italien ist im Tierschutz ein vergessenes Land der Dritten Welt.
Die wenigen Tierschützer, die hier arbeiten, kämpfen gegen die
Bürokratie, müssen stark sein, um üble Nachreden, Schmähungen,
Verdächtigungen, Hausdurchsuchungen, Prozesse zu ertragen.“
Wie wahr….
Mein Anliegen an Euch alle:
Wer kann mir hilfreiche Tipps geben, wie ich den grausamen Tod meiner Stella publizieren kann? Wie erreiche ich, dass die ortsansässige Polizei meine Anzeige ernst nimmt (denkt man hier in Italien denn nicht eine Sekunde darüber nach, dass
auch Kinder stark gefährdet sind – freier Verkauf von hochgiftigem Rattengift und
Auslegen auf Grundstücken birgt immense Gefahren für spielende Kinder)?
Was kann ich noch tun, damit nicht noch andere Tiere dieses Schicksal erleiden müssen?
Der Verkauf und Einsatz von Rattengift MUSS gestoppt werden –
Tod durch Rattengift ist eine der grausamsten Arten zu sterben (die inneren Organe
lösen sich auf; innere Blutungen führen erst nach qualvollen Tagen zum Tod) –
ihr hättet Stella’s Todesschrei hören sollen !!! (Wir hätten sie einschläfern lassen,
aber, wie gesagt, es fand sich kein Tierarzt, der Zeit für sie hatte).
Bitte helft uns, damit so etwas nicht mehr passieren kann – weder in Italien noch
in irgend einem Land dieser Welt...
KEIN TIER AUF DIESER WELT SOLLTE SO GRAUSAM STERBEN MÜSSEN !!!
Liebe Grüße und Danke
